KI-Seminar mit Karl Grunick

Nach dem Sommerlager führte einige von uns der Weg nur einige Wochen später – am 07./08.09.14 erneut in das Honbu-Dojo nach Berlin, um an dem Ki-Seminar von Ki-Meister Karl Grunick teilzunehmen.

„Ki“ gilt in Asien als Bezeichnung für Lebensenergie, den Urimpuls des Lebens.

Karl Grunick erklärt KI mit „natürlicher Körperintelligenz“, die jedes Neugeborene automatisch mit sich bringt, die der Mensch aber im Laufe der Jahre durch Erziehung, negative Nachahmung und Umwelteinflüsse verlernt.

Ziel des Seminars war es, in Übungen zu trainieren, mit der Aufmerksamkeit zu dieser Grundnatürlichkeit des Körpers zurück zu finden. Hierzu bedarf es zweierlei:

  1. Der Angriff von Aussen (vom Übungspartner) ist zu akzeptieren, gelassen anzunehmen („ist eben so“).

  2. Sodann ist die volle Aufmerksamkeit auf die körperliche Gelassenheit und das Gefühl der natürlichen (angeborenen) Grundspannung zu richten (innere Gelassenheit und Ruhe – egal was um mich herum passiert). Keinesfalls darf die Aufmerksamkeit darauf gerichtet werden, dass die Übung doch bitteschön funktionieren soll. Vielmehr sollte dem Übungserfolg gleichgültig gegenüberstehen, sondern einfach machen und wahrnehmen. Je besser das gelingt, desto besser sind dann die Ergebnisse. (Leitsatz: Sei nicht da wo das Problem ist, sondern lasse deine Erwartung los – und schon geht’s…)

In diesem Zustand ist es dann möglich, großen Kräften zu widerstehen und Energien zurück zu lenken zum Absender. Der Gegner wird quasi mit seiner eigenen Energie neutralisiert.

Je mehr Übungen wir durchführten und dabei nach und nach auch kleine Erfolge wahrnahmen, weil manche Dinge zwar mit dem Verstand nicht erklärbar waren aber dennoch eindeutig und beeindruckend funktioniert haben, desto mehr stieg unser Vertrauen in diese bislang ungewohnte Art der Körperwahrnehmung und Übung.

Genau dieses Grundvertrauen ist es, welches hilft, den Verstand (der immer alles kontrollieren will) zu verdrängen. Und genau das ist es, was dann zu immer besseren Übungserfolgen führt.

Die Übungen stellen für uns nicht nur eine Bereicherung für unser Kyokushin dar, sondern ermöglichen, auch im Lebensalltag eine erhöhte Achtsamkeit, Gelassenheit, innere Ausgeglichenheit zu spüren und damit auch eine größere persönlicher Präsenz zu entwickeln.

Alles in allem eine spannende Erfahrung mit Hochs und Tiefs, aus der jeder das für ihn passende gezogen hat. Seminar mit „Wow-Faktor“

OSU

 

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